Fälschungsflut

Fälschungsflut

Beitragvon Polarfahrtsucher » 31. Mai 2011, 14:01

Hallo,
beim Stöbern im großen Internet Auktionshaus fällt mir immer öfters die große Anzahl von Fälschungen oder schöner gesagt "Reproduktionen" ins Auge. Oft werd die zwar als solche angeboten, allerdings braucht man nicht allzu schlecht denken bis diese irgendwo in Keller- oder Dachbodenfunde wieder auftauchen.

hier so ein Anbieter der fast nur Reproduktion anbietet:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... K:MEWAX:IT
Hier mache ich mir besonders Sorgen, da auch gleich Benutzungsspuren, Flecken und sonstiges mitgefälscht werden, um so Orginalität vorzutäuschen. Wird man sicher bald wiederfinden und evtl. dann als Echtheit nicht bestimmt.

hier so ein Fall der Unwissenheit vortäuscht und zweifelhafte Ware anbietet:
http://cgi.ebay.de/Zeppelinpost-Briefst ... 51997031f6
laut Text: ...Stempel nicht geprüft, daher ohne Obligo, siehe Scan ... ; wobei sicher der ganze Beleg sehr zweifelhaft ist.
Dazu noch ein kleines Bild oder schlechter Scan mit großzüggiger Katalogwertangabe und los gehts.

Möge ich mich irren bitte sofort korrigieren.

Kann man diese Reprodukitonsflut nicht irgendwie in den Griff kriegen? Irgendwann werden die immer besser und ich kann nicht ausschliessen, dass ich auch mal auf so was reinfalle.

Schönen Gruss
Klaus
Polarfahrtsucher
 
Beiträge: 80
Registriert: 9. Mai 2011, 18:29

Re: Fälschungsflut

Beitragvon Josef » 6. Jul 2011, 12:17

Hallo,

auch mir sind solche Fälschungen/Reproduktionen seit geraumer Zeit aufgefallen. Wenn diese eindeutig als Fälschung oder Reproduktion gekennzeichnet werden habe ich damit kein Problem. Was allerdings den zweiten Beleg betrifft, so denke ich, dass wir hier weit über das "Grenzwertige" hinaus sind.
Ich hatte erst vor kurzem einige Angebote (Liechtenstein Stempelfälschungen auf Zeppelinmarken) bei diesem Auktionshaus dem BDPh (Kompass für Sammer) gemeldet:
http://www.phila-kompass.de/index.php?id=home2
Ich finde das dies auch der richtige Weg ist. Man muss diese Personen (einige nennen diese Fälscher und Betrüger) aus Ihrer Anonymität locken. Wenn der Verdacht einer Fälschung öffentlich gemacht wird, verschwindet der Anbieter meistens für einige Zeit oder ändert dann seinen Anbieternamen. Auf Mithilfe der Auktionshäuser kann man nicht hoffen, den diese verdienen ja noch an diesem Geschäft.

Grundsätzlich ist immer Vorsicht geboten. Oft genügt es schon einen bessern Scan (mind. 400 dpi) oder das ausdrückliche Rückgaberecht bei Nachprüfung zu fordern und man hört vom Anbieter nichts mehr.
Aber dieses Thema wird uns wohl auf lange Zeit erhalten bleiben ...
Liechtenstein **, FDC vor 1950, Vertragsstaaten- und Katapultpost
Mitgl. im Ring der Liechtensteinsammler, ARGE Zeppelinpost
Josef
 
Beiträge: 13
Registriert: 15. Jun 2009, 15:26
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Fälschungsflut

Beitragvon Zeppelin » 12. Jul 2011, 08:51

Josef hat geschrieben:Aber dieses Thema wird uns wohl auf lange Zeit erhalten bleiben ...


Das ist leider richtig!

Aktuell wird uns diese Problematik erhalten bleiben, da im Moment niemand etwas gegen die Verbreitung der Fälschungen beispielsweise über ebay unternimmt. Eine falsche Gucci-Tasche bei ebay wird sofort zum Problem und die Auktion gelöscht. Bei einer falschen Briefmarke passiert gar nichts.

Aber diese Problematik hat noch eine weitere Dimension, denn die Fälschungen, die täglich beispielsweise über ebay verkauft werden, landen meist in Sammlungen ahnungsloser Philatelisten. Aber diese Sammlungen kommen früher oder später wieder auf den Markt. Und spätestens dann haben wir ein noch größeres Problem.
Herausgeber des/editor of the ZEPPELIN POST JOURNAL
A.I.E.P. Prüfer/expertiser
http://www.eZEP.de
Benutzeravatar
Zeppelin
 
Beiträge: 510
Registriert: 4. Apr 2009, 10:31


Zurück zu Zeppelinpost-Fälschungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron