Kauft doch nur noch bei seriösen Händlern / Auktionen

Kauft doch nur noch bei seriösen Händlern / Auktionen

Beitragvon jonas.lanter » 5. Okt 2010, 17:32

Es schaudert mich immer wieder, dass es immer noch Zeppelin-Study Group-Mietglieder hat, die auf Schnäppchen bei Ebay, Ricardo oder anderswo hereinfallen. Ich selbst kaufe GRUNDSÄTZLICH nicht mehr bei EBAY oder Ricardo Zeppelinbelege!
Auch bei Delcampe ist vieles gefälscht!
Gruss & Dank jonas

P.S.: Nebenbei sind bei Auktionen meistens die Preise eh niedriger. Zum Beispiel ein Verkäufer "ralfid.." glaubt, seine Belege für den zehnfahen Preis loszuwerden. Aber anscheinend scheint dies auch zu funktionieren, ansonsten hätte er nicht so viele Angebote!!
AUCH WIRD BEI SEINEM RUSSLANDESIEGER VON IHM BEHAUPTET, ES EXISTIEREN NUR 40 BELEGE; DIES IST UNWAHR!! UND DAS SOLLTE JA JEDER SAMMLER SELBST MERKEN, DA GENÜGEND RUSSLANDBELEGE VORHANDEN SIND!!

Für mich ist dies nichts anderes als die Unerfahrenen auszunehmen!!

Warum kann man auch die, welche Fälschungen auf Plattforen verkaufen, innerhalb der EU NICHT ZUR RECHENSCHAFT ZIEHEN???? :mrgreen:
jonas.lanter
 
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Re: Kauft doch nur noch bei seriösen Händlern / Auktionen

Beitragvon Alfred » 7. Okt 2010, 20:45

Hallo Jonas !

Du sprichst ein Problem an, das es zwar nicht erst seit dem Internet-Zeitalter und eBay gibt, das aber in den letzten Jahren mehr und mehr virulent wurde. Zugegeben.
Auch dass es die schwarzen Schafe unter den Briefmarkenhändlern heute leichter haben als früher, ist unbestritten. Aber einerseits gab es – und gibt es auch heute noch – immer schon geschickte Betrüger, die ihre Fälschungen und Manipulationen bei Flohmärkten und Tauschtagen, aber auch bei großen Auktionen renommierter Häuser „an den Mann bringen“ und andererseits kenne ich eine ganze Reihe sehr honoriger Kaufleute mit hohen ethischen Grundsätzen, die das Medium Internet erfolgreich für ihren philatelistischen Handel einsetzen.

Und warum sollte ich bei denen nicht einkaufen und so den riesigen Vorteil des Internets – die Möglichkeit des globalen Handels – nicht für mich nutzen? Sogar für meine altbadische Heidelberg-Sammlung habe ich schon in Australien eingekauft, und zwar günstig!

Eines ist mir wichtig: mit pauschalen Behauptungen sollte man sehr vorsichtig sein. Deine Vorwürfe gegen einen unzureichend anonymisierten Händler kann ich zum einen nicht nachvollziehen – vermutlich hat er z.B. meinen Beitrag hier zu den bolivianischen Flugpostmarken nicht gelesen ( -> viewtopic.php?f=63&t=252 ) und kommt so zu einem illusorischen Preis. Du rückst ihn in die Nähe von Fälschungen, reklamierst aber ausschließlich seine Angebotspreise. Andererseits gebe ich zu bedenken, dass Du Dich hier quasi in der Öffentlichkeit befindest und er sich in seinen Persönlichkeitsrechten angegriffen sehen könnte.
Nicht jeder ist ein Fälscher oder Betrüger, der – warum auch immer – falsch beschriebene Angebote macht. Letztlich ist Unwissenheit oder Schlampigkeit nicht strafbar.

Vielleicht beziehst Du ja die AIJP-Zeitschift „The Philatelic Journalist“. In der September-Ausgabe (Nr. 133) steht ein bemerkenswerter Aufsatz von Wolfgang Maassen: „Ein schmaler Grat?“. Er beschreibt die Problematik, dass einerseits bei den Verbänden und Vereinen das Bedürfnis besteht, weniger sachkundige Sammler vor „Fakes“ zu warnen, andererseits aber nicht „Ross und Reiter“ nennen zu dürfen, ohne Gefahr zu laufen, mit wenig Aussicht auf Erfolg vor Gericht zu landen. Er kommt zum Resumée, ausschließlich Tatsachen zu beschreiben und jegliche Wertung zu vermeiden.

Wie es übrigens @zeppelin hier macht, wenn er dankenswerter Weise konkret auf aktuelle Fälschungen (nicht nur bei eBay !) hinweist.

Dein Beitrag bewegt sich auf einem schmalen Grat: bedenke bitte, dass auch der für unser Forum verantwortliche Administrator eventuell Probleme bekommen könnte, wenn eine durch Namensnennung oder anderweitig identifizierbare Person ihre Schutzrechte in der Öffentlichkeit verletzt sieht.

Viele Grüße
Alfred


PS: ich habe den Händler auf seinen Fehler bei dem bolivianischen Beleg zur SAF 1930 hingewiesen; von der Russlandfahrt verstehe ich nicht genug – warum schreibst Du ihm nicht, wenn Du sicher bist?
Alfred
 
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Re: Kauft doch nur noch bei seriösen Händlern / Auktionen

Beitragvon jonas.lanter » 15. Okt 2010, 18:34

Lieber Alfred.

Besten Dank für Deine sehr wertvolle und gut beschriebene Antwort. Ich muss Dir, nach dem Lesen Deiner Antwort, Recht geben.
Natürlch hat es seriöse Anbieter; nicht jedermann/frau stellt einen gefälschten Brief wissentich ins Netz.

Was ich aber leider sagen muss ist, dass es anscheinend laut Literatur und Forenbeiträge (auch auf anderen Plattformen) immer mehr Fälschungen gibt. Und leider teilweise immer von selben Anbietern. Preise kann jeder verlangen, wie er will, das muss ich auch bejahen. Leider bezahlt ein neuer Liebhaber von Fahrtbelegen unter Umständen ein sehr hohes Lehrgeld und lässt sich dadurch auch abbringen, weiter in solche Belege zu investieren.

Das finde ich schade. Danke Dir Alfred für Deine sehr wertvolle, ausführliche Meinung.

Herzlichst jonas
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Re: Kauft doch nur noch bei seriösen Händlern / Auktionen

Beitragvon Do-X_Sammler » 27. Dez 2013, 23:04

Hallo,

man sollte sich in seinem Sammelgebiet schon etwas auskennen, wenn man teure Belege oder Briefmarken kauft.
Dann ist es auch egal ob auf Ebay usw. oder im Auktionshaus gekauft wird.
Ich habe schon ein deutsches Auktionshaus auf Fehler im Katalog aufmerksam gemacht, diese wurden nicht geändert und nach der Aktion kam als Begründung, dass der Beleg eh nicht verkauft wurde.
Dabei hat es sich um eine teures Exponat gehandelt mit Foto-Attest. Nur das Bild auf dem Attest war zwar die druckgleiche Marke aber nicht die angebotene Marke.
Ich habe auch schon erlebt dass ein echter Beleg als Fälschung bezeichnet wurde nur weil der Sachverständige nicht wusste, dass die Briefmarken auf dem Beleg auch noch nach der Gültigkeitsdauer der Briefmarken für diesen Flug gültig waren da die Verwendung von der Post nachträglich anerkannt wurde.

Grüße Do-X_Sammler
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