Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

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Beitragvon pasol » 12. Mai 2017, 09:36

Hallo zusammen,

Viele Leute kennen die Tragödie des Marine-Luftschiff L 19 (LZ 54)in der Nordsee am 02.02.1916:
http://www.zeppelin-museum.dk/D/german/ ... /l-19.html

Ich möchte eine weiter Seite der dieser Geschichte sagen...

Ein Besatzungsmitglied des L 19 war Obermaschinistenmaat Arnold (Arno) Flade.
Er wurde 08.05.1882 in Lengefeld bei Chemnitz/Sachsen geboren.

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Gruss - Glück ab!
pasol.
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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 12. Mai 2017, 11:07

Arnold (Arno) Flade diente zu Beginn des Krieges als Maschinistenmaat der I.Abteilung der II.Werft-Division in Wilhelmshaven.

Diese Feldpostkarten aus meiner Sammlung bestätigen dies:

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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 12. Mai 2017, 11:36

Im Ende 1914 Arno Flade für seiner Ausbildung als Marine-Luftschiffer in II.Marine-Luftschiff Abteilung in Leipzig wurde zugelassen.

Ich kann die Feldpostkarten aus meiner Sammlung von MMt Arno Flade an seiner Frau - Martha Flade zeigen, die gesendete während seiner Ausbildung in Leipzig:

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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 12. Mai 2017, 16:19

Die Marine-Luftschiffer-Abteilung verlegte von März 1915 aus Leipzig nach Dresden.

Und MMt Arno Flade auch überführt wurde. Er hatte die weitere Ausbildung.

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Diese ist die Feldpostkarte aus meiner Sammlung von MMt Arno Flade von 28.04.1915 aus Dresden :

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Nach der seiner Ausbildung kam er in dem Kommando des Marineluftschiffs L 9 (LZ 36) unter KL Odo Löwe.
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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 14. Mai 2017, 09:42

MMt Arnold Flade diente in Besatzung L 9 (LZ 36) unter KL Odo Löwe ab Mitte Juni 1915 bis 19.10.1915.
L 9 (LZ 36) in Hage stationiert wurde.

Aber ich habe in meiner Sammlung die Feldpostkarte von MMt Arnold Flade schon als der Besatzungsmitglied des L 9 aus Hage von 16.06.1915.

Er schrieb: "...Bin gestern gut angekommen..."


Dies bestätigt: Kommando unter KL Odo Löwe kam nach Hage aus Dresden schon am 15.06.1915 und übernahm L 9 (LZ 36).

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Dies ist das Foto der Besatzung des L 9 (LZ 36) in Juli 1915 in Hage. MMt Arnold Flade steht der zweiter von rechts.

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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 15. Mai 2017, 11:19

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Noch eine Feldpostkarte aus meiner Sammlung von MMt Arno Flade an seiner Frau aus Wilhelmshaven (nicht gesendet via Post) von 01.07.1915. Wurde es durch Kriegskamerad übergaben?

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Aber ab Ende Oktober die Besatzung unter KL Odo Löwe warteten schon das neue Luftschiff - L 19 (LZ 54).
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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 19. Mai 2017, 06:44

22.11.1915 Kommando unter KL Odo Löwe übernahm das Marineluftschiff L 19 (LZ 54) in Friedrichshafen und nach Dresden überführte.

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Diese ist die Abwurfkarte (bekannte mir, ex-W.Heilmann Sammlung) von MMt Arno Flade als Besatzungsmitglied L 19 an seiner Frau von 24.11.1915:

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Am 29.01.1916 L 19 (LZ 54) aus Dresden nach Tondern überführt wurde.

Diese ist die Feldpostkarte (die bekannte mir) von MMt Arno Flade als Besatzungsmitglied L 19 an seiner Frau von 29.01.1916 aus Tondern:

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Er schrieb:"...Meine Lieben! Heute morgen sind wir um 6.oo Uhr von Dresden weggefahren und sind heute Nachmittag hier glücklich angekommen. Ich freue mich, dass ich nun wieder hier bin. Auch habe ich Herrn Teilmann hier gesprochen. Mir geht es gut. Herzlicher Gruß und Kuss Dein gefälliger Freund..."


Doch leider, seiner Frau diese Karte nach seinem Tod am 02.02.1916 erhalten...So, sie gekreuzte die Karte im Affekt.
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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 19. Mai 2017, 16:40

Bei Angriffsfahrt L 19 unter Kommandant KL Odo Loewe und noch 8 Luftschiffe (L 11, L 13, L14, L 15, L 16, L 17, L 20, L 21 ) am 31.01.1916 nach England wurden die Städte Manchester, Sheffield Nothingham, Immingham, Yarmouth und Liverpool bombardiert. Die Rückankünfte wurden dem Fregattenkapitän Peter Strasser per Funk übermittelt. Vom Luftschiff L19 fehlte diese Rückmeldung. Die letzte Funkmeldung wurde über der Westküste Englands abgesetzt.
Auf der Heimfahrt fielen drei Motoren über der Nordsee aus. Um die Orientierung wieder zu bekommen und im Glauben über Borkum zu sein, durchbrach man die dichte Nebeldecke. In Wirklichkeit war das Luftschiff aber über Ameland und wurde von den Holländern heftig beschossen. Schwer getroffen ging das Luftschiff L19 auf der Nordsee nieder. Kapitänleutnant Loewe und die Besatzung vertraute ihre letzten Nachrichten zwei Flaschenposten an, die man von der Plattform des treibenden Luftschiff-Wracks in das Meer warf. Die gesamte Besatzung fand nach 30-stündigem Kampf mit den Elementen am 2.2.1916 den Seemannstod.

Gemäß der offizieller Information:
"...Zur Havarie des Marine-Luftschiffes "L 19" wird aus Grimsby noch des weiteren berichtet: Der in Grimsby eingetroffene Fischdampfer "King Stephen" meldet, daß er am Mittwoch früh den Zeppelin "L 19" in der Nordsee angetroffen habe, mit der Gondel und einem Teil des Ballons unter Wasser. Die Besatzung von 17-20 Mann hatte sich auf dem aus dem Wasser ragenden Teil der Ballonhülle gerettet. Das Ersuchen der Besatzung, von dem Fischerboote aufgenommen zu werden, konnte der Fischdampferkapitän nicht erfüllen, weil die Bemannung des Zeppelins zahlreicher war, als die des Fischdampfers. Letzterer kehrte darum sofort nach Grimsby zurück, um die Angelegenheit zu melden. - "Nieuwe Rotterd. Cour." bemerkt dazu, daß "L 19" dasselbe Luftschiff sei, das vor einigen Tagen die Insel Ameland überflog und von der Küstenwache beschossn wurde. Der Zeppelin suhr damals in einer höhe von nur etwa 100 Meter über dem Boden, sodaß die Küstenwachen meldeten, der Zeppelin sei durch ihre Beschießung getroffen worden. - Die Londoner Admiralität teilt mit: Ein Fischdampfer habe den Seebehörden gemeldet, daß er in der Nordsee einen Zeppelin in sinkendem Zustande bemerkt habe. London, 5. Febr. Der Kapitän des englischen Fischdampfers "King Stephen", der die Meldung über die Seenot des Zeppelins "L 19" in der Nordsee überbrachte, erzählte noch, daß die Deutschen ihn baten, sie zu retten, und ihm Geld anboten; weil aber sein kleines Boot nur 9 Mann an Bord hatte und er auf dem Zeppelin 22 Mann zählte, während ein Hämmern im innern des Lutschiffes ihm anzudeuten schien, daß noch weitere Mannschaften in dem Zeppelin seien, wagte er nicht, sich einer Gefahr auszusetzen. Er hatte das Luftschiff am Mittwoch früh in der Nordsee getroffen, und kam Donnerstag nachmittag mit der Meldung in England an. Die brave Besatzung des "L 19" gewissenlos dem Tode preisgegeben. WTR. Grimsby, 4. Feb. Heute meldet: 2 Marinefahrzeuge, die nach dem Schauplatz des Zeppelinunglücks abgeschickt wurden, suchten die Nachbarschaft ab, fanden aber keinerlei Spuren des Lufts..."

Diese sind die Postkarten aus meiner Sammlung, die sind zu Schicksal des L 19 gewidmet:

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Re: Marine Luftschiffer L 19 Arnold Flade

Beitragvon pasol » 19. Mai 2017, 17:00

Am 22.2.1916 wurde eine Thermosflasche an der schwedischen Küste von der Jacht „Stella“ aufgefischt. Der Inhalt bestand aus Feldpostkarten mit erschütternden Berichten von der Besatzung des L19. Diese Flaschenpost wurde über den schwedischen Ort Smögen nach Deutschland weitergeleitet. Im August 1916 wurde eine gewöhnliche Bierflasche von einem Fischer aus Marstrand im Skagerrag gefunden, die einige beschriftete Postquittungen und 15 letzte Kartengrüße der L19 Besatzung an ihre Angehörigen enthielt.

Die letzte Kartengruß von Besatzungsmitglied des L 19 Ober Masch. Mt. Arnold (Arno) Flade an seiner Frau und Kinder war unter ihnen...

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Er schrieb:"...Meine einzig geliebte Martha und Kinder. Nun ist bei mir auch die Stunde gekommen...(der Rest ist nicht lesbar)".


Derzeit ist es in einem der Museen von Berlin.

Diese ist die traurigste Geschichte des Obermaschinistenmaats Arnold (Arno) Flade.

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